Hallo,
ich habe Fedora 43 KDE Plasma auf meinem Lenovo Yoga 3 installiert.
Alles lief soweit gut bis das Update von Plasma auf 6.6.1 kam.
Seit dem öffnet sich das Anwendungsmenü nicht mehr, bzw. es öffnet sich nach ca. 1 Minute, aber auswählen kann man nichts.
Über das Terminal konnte ich jetzt 2 Updates anstoßen, aber geändert hat sich dadurch nichts.
Beim Rechtsklick auf die Taskleiste passiert auch nichts.
Ich habe das Internet schon durchsucht nach ähnlichen Problemen, aber so wie es aussieht bin ich der einzige…
Vor Fedora hatte ich Solus Plasma auf dem Lenovo und auf einem anderen Rechner, der auch unter Solus das Problem nach dem Update hatte.
Ich hoffe das mir jemand helfen kann…
Schon mal danke im Vorraus…
Dieser Rechner läuft nach dem Update zur Zeit noch fehlerfrei.
Tritt das Problem auch bei einem anderen Benutzer auf?
Nutzt du irgendwelche Addons, Themes, etc.? Irgendetwas was nicht von Haus aus von Fedora KDE installiert wurde?
Ich könnte mir auch vorstellen, dass es an einem nicht kompatiblen Plasmoid oder Theme liefern könnte. ![]()
Hallo, ich habe weiter noch nichts installiert.
Ich bin auch der einzige Nutzer.
Ich werde heute den Laptop noch mal neu aufsetzen und dann berichten wie’s dann aussieht.
Ich hatte schon ein mal Fedora auf dem Laptop, da gab es kurze Zwangspausen weil er für mehrere Sekunden eingefroren ist. Meistens beim schließen von Fenstern, so daß die “auseinander fallenden Würfel” für ein paar Sekunden eingefroren sind und gehts ohne Probleme weiter.
Dieses Phänomen hatte ich immer in openSUSE Tumbleweed mit KDE Plasma … ![]()
Ein neuer Benutzer zum Testen ist schnell angelegt. Und damit kann man zumindest ausschließen, dass das Problem von irgendeiner Einstellung im Home des ersten Benutzers verursacht wird.
Update: Ich habe den Laptop neu aufgesetzt und aktualisiert.
Zur Zeit lässt sich das Menü öffnen.
Ich hoffe dass das auch so bleibt.
Laut Systeminfo ist es auch Plasma 6.6.2 und nicht 6.6.1
Die kurzen “Hänger” sind immer noch vorhanden.
Bei der alten Installation hatte ich Snap in Discover Installiert. Es hat sich aber in den Einstellungen nicht aktivieren lassen. Ich hatte den Opera Browser über Snap installiert weil er aktueller war.
Vielen dank schon mal für die schnelle Unterstützung…
Neuer Benutzer anlegen: Ich bin nicht gerade fit in Sachen Terminal und auf das Anwendungsmenü konnte ich nicht zugreifen.
Ich lege aber jetzt mal einen neuen Nutzer an falls der Fehler wieder auftritt…
Freut mich, dass du es damit beheben konntest, eine Neuinstallation ist aber halt immer mit Aufwand verbunden, den man manchmal auch vermeiden kann.
Ist eigentlich nicht weiter schwierig:
$ sudo useradd --create-home testuser1 # create 'testuser1' with a new home
$ sudo passwd testuser1 # set a password for 'testuser1'
Hi, danke für die Info. Den Testuser kann ich dann wieder im Menü Benutzer löschen wenn nicht mehr benötigt?
Zum Neuaufsetzen, da die Installation noch recht jungfräulich war hält sich der Aufwand in Grenzen. Aber für die Zukunft, gibt es die Möglichkeit das System zu sichern? Unter Windows hatte ich Acronis True Image was gut funktioniert hat. Da wird eine 1:1 Kopie erstellt. Gibts so was auch unter Linux?
Sollte grafisch gehen, oder halt mit dem Gegenstück zu useradd:
$ sudo userdel --remove testuser1 # remove the user, their ~, and mail spool
Da gibt es wohl Programme, damit habe ich aber keine Erfahrung, erstell am besten einen neuen Thread zu dem Thema. Ich habe mich irgendwann entschieden, die Einrichtung meiner Systeme zu automatisieren und mir dafür das Backup zu sparen (persönliche Daten sichere ich separat). Damit kann ich einen neuen Rechner in knapp 30min aufsetzen, das ist mir die Zeit für ein ständig zu erneuerndes Image Backup nicht wert.
Noch eine Frage, ich habe bei Update Fehlern (damals noch unter Solus KDE) im Internet folgendes zusammen gesucht:
$ sudo dnf delete-cache
$ sudo dnf ur
$ sudo dnf up
und dann auf Fedora umgestrickt.
Kann ich damit etwas zerschossen haben?
Wie automatisiert man das Ganze? Ich möchte keine Daten sichern da alles auf einem NAS liegt und höchstens zur Bearbeitung kurz auf den Rechner gezogen wird. Gibt es einen Thread zur Deiner Schnellinstallation?
Sollte unter Fedora 43 mit dnf5 eigentlich hauptsächlich Fehler werfen, würde aber nicht erwarten, dass es etwas kaputt macht:
$ sudo dnf5 delete-cache
Unknown argument "delete-cache" for command "dnf5". Add "--help" for more information about the arguments.
It could be a command provided by a plugin, try: dnf5 install 'dnf5-command(delete-cache)'
$ sudo dnf5 ur
Unknown argument "ur" for command "dnf5". Add "--help" for more information about the arguments.
It could be a command provided by a plugin, try: dnf5 install 'dnf5-command(ur)'
Die Basisinstallation mache ich im Moment noch von Hand. Kann man zwar mit Kickstart auch automatisieren, aber da war mir bisher zu heikel, dass ich mir damit mein Home lösche und dann alle Daten neu übertragen müsste.
Danach führe ich ein Ansible Playbook aus, mit dem ich meine Rechner in den Zielzustand bringe, angefangen mit zusätzliche Repositories und Flathub aktivieren, RPMs und Flatpaks installieren bzw. ungewollte Dinge entfernen, Systemeinstellungen vornehmen, usw. Das Playbook selber braucht 5min, zuzüglich der Zeit für den Download der Pakete.
Infos zu Ansible gibt es in der offiziellen Doku oder in verschiedenen Büchern. Ist sehr mächtig, hat aber auch eine gewisse Lernkurve.
Super, danke. Werde ich mir die Tage mal genauer an sehen… ![]()
Ich kann ja noch ein bisschen mehr zu meinem Setup beschreiben:
In meinem workstation Repository existiert ein Inventory, in dem sind meine Rechner aufgeführt:
inventory.yml
---
plasma_workstations:
hosts:
lars-laptop:
ansible_host: [FQDN redacted]
lars-desktop:
ansible_host: [FQDN redacted]
gnome_workstations:
hosts: {}
workstations:
children:
plasma_workstations:
gnome_workstations:
vars:
ansible_ssh_common_args: '-o "SetEnv TERM=dumb"'
ansible_python_interpreter: auto_silent
...
Die beiden Variablen darin beeinflussen Ansibles Verhalten: die Option für SSH verhindert eine Fehlermeldung im Zusammenhang mit einer systemd Änderung und die Python Interpreter Option unterdrückt eine Warnung zur erkannten Python Version, ohne die ich sonst ständig die Python Version für neue Fedora Versionen nachziehen müsste.
Das Playbook selbst ist eher simpel:
setup.yml
---
- name: Retrieve 'become' password from Bitwarden
hosts: all
gather_facts: false
tags: always
tasks:
- name: Check that BW_SESSION environment variable is set
ansible.builtin.fail:
# This provides a cleaner message than letting the lookup fail
msg: Please unlock your Bitwarden vault first
run_once: true # noqa: run-once[task]
when:
- lookup('ansible.builtin.env', 'BW_SESSION') == ""
- name: Lookup host-specific 'become' password from Bitwarden
ansible.builtin.set_fact:
ansible_become_password: "{{ lookup('community.general.bitwarden', become_password_id, search='id', field='password') | first }}"
no_log: true
- name: Set up workstations
hosts:
- workstations
roles:
- workstation_base
- workstation_de
- multimedia_support
...
Im ersten Play schaue ich mein Benutzerpasswort in Bitwarden nach, das benötige ich für sudo. Braucht man nicht unbedingt, man kann auch mit -K Ansible anweisen, das Passwort interaktiv zu erfragen. So ist es halt bequemer. Die ID für den Bitwarden Eintrag liegt in einer Gruppenvariable. Im zweiten Play weise ich allen Rechnern in der ‘Workstation’ Gruppe Rollen zu: workstation_base, workstation_de (DE = Desktop Environment, hier kann ich KDE und Gnome unterschiedlich behandeln) und multimedia_support (auch eigenständig, damit ich zwischen Intel und AMD Grafik unterscheiden und die richtigen Pakete für HW Beschleunigung installieren kann).
In den Rollen steckt dann die eigentliche Intelligenz und die verschiedenen Schritte, die auszuführen sind:
- Die
workstation_baseRolle bringt den Basiszustand: Repositories, die ich aktivieren mag wie RPMFusion, DE-unabhängie Pakete wiefish,fzf, etc. oder KVM/QEMU und Flatpaks wie Bitwarden, die ich auch unter jeder DE haben möchte. Dazu auch Einstellungen wie GRUB Auflösung, SSHd, solche Dinge. Für die Einstellungen habe ich auch noch Host-Variablen (anstatt Gruppen-Variablen), weil so etwas wie Auflösung Host-spezifisch ist. - Die
workstation_deRolle sorgt dann hauptsächlich dafür, dass je nach DE die richtigen Pakete installiert werden bzw. dass für jede DE noch Optionen für meinen Benutzer gesetzt werden, dann muss ich das nicht von Hand machen. - Und die
multimedia_supportRolle ersetztffmpeg-freemitffmpeg,mesa-va-driversmitmesa-va-drivers-freeworld(für AMD GPUs) und installiertlibva-intel-driver(auf Intel GPUs). Die Tasks haben noch ein paar Bedingungen, damit sie nur dann ausgeführt werden, wenn es auch notwendig ist, sprich eigentlich nur einmalig nach der Installation.
Ach, mehr nicht?
Hatte ich schon erwähnt das ich noch nicht all zu lang mit Linux mein Glück versuche?